Schärfen auf dem Shapton Schleifstein

Um die Serie zum Schleifen abzuschliessen, möchte ich hier meinen Weg zeigen, ein Hobeleisen auf einem Shapton Wasserstein zu schärfen.

Es wird ein Hobeleisen eines Lie Nielsen Nr. 7 1/2 Flachwinkel Rauhbank geschliffen (50 Grad Fase).

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Die Lie Nielsen Flachwinkel Rauhbank Nr. 7 1/2. 

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Das Eisen im Zustand, wie es aus dem Hobel kam. Die Fase hat keine Ausbrüche, die Spiegelseite ist nur vorne an der Schnittkante geplant. Das Eisen würde – so – schon noch brauchbare Ergebnisse liefern.

Aber:

Lieber früher und öfter schärfen – dann dauert der eigentliche Schärfvorgang nicht so lange.

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Ich verwende wieder die Veritas MK II Schleifführung.

Die echten Schleif – Profis können den Winkel mit der freien Hand halten. Ich bin kein Profi und behelfe mir daher lieber mit der Schleifführung, als das ich mich hinterher über einen nicht wiederholgenau passenden Schliff ärgere und alles noch einmal machen muss. Vielleicht kommt das mit der Zeit noch…

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Ich fange mit dem 1.000 Stein an.

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Der Riesenvorteil der Shapton Steine.

Es reicht, vor dem Schärfen ein wenig Wasser drauf zu geben. Eine Lagerung im Wasser und die damit zusammenhängenden Probleme (Kalkablagerungen, Verziehen oder fauliges Wasser) entfallen damit. Dazu kommt, dass sich die Steine durch die Glasplatte nicht verziehen.

Eine pragmatische Lösung.

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Das Eisen nach 3 Strichen über den Stein.

Man erkennt, dass der Schliff (fast) auf der ganzen Breite der Fase erfolgt. Da habe ich nicht viel zu tun. Auch mal schön.

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Noch mal jeweils ca. 4 – 5 Striche über den Stein. Die Fase ist fertig.

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Man erkennt das einheitliche Schleifbild auf dem Stein – ein einfaches & gutes Zeichen für eine „fertige“ Fase.

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So sieht sie dann aus.

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Wichtig.

Der Stein wird gleich nach dem Schärfen geplant. Das mache ich wieder mit der DMT Dia Sharp Diamantplatte (Coarse).

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4 – 5 Züge über den Stein reichen.

Wieder: Ein einheitliches Schleifbild ist zu erkennen.

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Wichtig.

Vor dem Wechsel auf den nächst feineren Stein IMMER alles säubern – inkl. der Rolle von der Schleifführung. Den Lappen wasche ich danach gleich im Waschbecken aus, um keinen Schmutz zu verschleppen.

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Als nächstes kommt der Shapton 3.000 dran.

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Nach ca. 4 – 5 Strichen über den Shapton erkennt man schon ein sehr schön spiegelndes, durchgehendes Schleifbild.

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Wieder: Planen des Schärfsteines.

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Es geht auf den Shapton 6.000.

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Wieder: Alles säubern.

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Wichtig beim Schleifen ist gleichmäßiger, nicht zu fester Druck. Am einheitlichen, durchgehenden Schleifbild sieht man wieder, dass diese Stufe fertig ist.

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Na, wird doch langsam. Es hat sich eine schöne, spiegelnde Fase ergeben, die über die ganze Breite geht. 

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Das übliche Procedere: Planen & säubern.

Hier könnte man bereits aufhören. Bis hierher hat es ca. 4 min. gedauert.

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Es geht aber noch besser. Ich hole noch den Shapton 8.000 raus… 🙂

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Nach ca. 3 – 4 Strichen über den Stein ergibt sich bereits ein einheitliches, schön gleichmäßiges Schleifbild auf dem Stein.

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Jetzt ist die Fase fertig.

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Wieder: Planen & säubern…

Hab ich schon mal erwähnt, dass Schleifen nervt?

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Die Spiegelseite muß noch abgezogen werden.

Ich hab’s aufgegeben, die gesamte Spiegelseite zu planen. Die jungen Hunde, die ich da schon gekriegt habe, würden einen Zoo füllen.

Daher:

Ich beschränke mich auf „vorne“. Also ca. 0,5 – 1 cm von der Schnittkante gerechnet und dann – ganz, ganz wenig (Ruler – Trick) anheben – dann schleift man nur vorne an der Schnittkante.

Das geht – viel – schneller und geht genauso. Wer will schon ein „schönes“ Eisen?

Ich will „scharfe“ Eisen!

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Nicht schön – aber scharf.

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Nur, damit ich’s nicht vergesse: Planen…

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Das ist auch wichtig: Das Hobeleisen nach dem Schärfen noch einmal mit Kamelienöl einzureiben. Das beugt Rost wirksam vor.

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Die Fixierschraube mache ich nur mit dem Fingernagel fest. Das verhindert wirksam ein Überdrehen der Schraube und reicht vollkommen.

Nebenbei muß ich mir nicht den Spezial Schraubenzieher von Lie Nielsen kaufen. Alle anderen Schraubenzieher, machen – verlässlich – Macken in die Schraube.

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Fertig.

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