Schärfführung

Ein Thema, das mich beschäftigt, seit ich per Hand hobele. Das Schärfen der Eisen. Nun habe ich etwas gefunden, das Themen, die mich bisher immer gestört haben, löst.

Um einen „gescheiten“ Winkel frei Hand zu schärfen, mache ich das zu selten. Das wird mir zu ungenau. In den letzten Monaten habe ich dann mit der an sich recht guten Veritas MK II Schleifführung gearbeitet. Das geht sehr gut. Thema ist aber, dass die Lager der Rolle rosten. Das führt dann dazu, dass sich die Rolle über die Zeit nicht mehr dreht.

An den meisten mir bekannten Schleifführungen stört mich, dass eine oder manchmal sogar zwei Rolle(n) auf dem Schleifstein rollen. Das nutzt den Schleifstein unnötig ab. Hinzu kommt noch, dass nicht die gesamte Länge des Steines genutzt werden kann. Einzig Gerd Fritsche hat das Problem besser gelöst. Bei ihm läuft die Führungsrolle nicht auf dem Stein. Leider geht das bei mir aber nicht, da ich den Platz in der Tiefe nicht habe.

Eine andere Lösung muss her.

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So sieht dann eine Rolle aus, wenn man dennoch weiter macht. Ein wenig gewundert hatte ich mich ja schon, woher auf einmal das „Gold“ auf dem Schärfstein kommt :-).

Es kommt noch dazu, dass das kleine Schräubchen, mit dem die Rolle an der Führung montiert ist mit 1/16 inch in Europa nicht unbedingt ein Standardmaß aufweist. Den passenden Inbus Schlüssel gibt’s zwar bei Dieter – das Porto dafür kostet dann mehr, als der eigentliche Schlüssel…

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Ich habe mir im Internet also eine Profilführung bestellt (www.igus.de / BestNr WS-10-120) und noch vier dazu passende Gehäuselager. Das Ganze zu einem Preis, der unter einer Veritas Schleifführung lag.

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Vorteil für mich ist, dass ich mir die Profilführung auf das Maß meiner „Wasser – Wanne“ habe zuschneiden lassen können. So ist das Thema „Platz“ gelöst.

Die Schleifsteine werden auch nicht mehr mit einer Rolle belastet und ich kann die vollständige Länge der Steine nutzen.

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Dann habe ich – lange – überlegt, wie ich eine geeignete Halterung für die Eisen machen könnte. Ich mach’s kurz. Da geht’s wieder um Metallbearbeitung und das ich einfach immer noch nicht meine Kernkompetenz.

Dann habe ich mich für die pragmatische Lösung entschieden. Ich nehme einfach die ohnehin schon vorhanden Veritas Führung und setze die auf die Platte.

Ergebnis: eine sehr gut arbeitende Halterung, ich kann die ganze Länge der Steine nutzen – und, das war mir sehr wichtig – ich kann den Fortschritt des Scharfvorganges jederzeit unproblematisch kontrollieren. Die Halterung ich nicht festgemacht. Da kenne ich mich. Wenn ich da immer erst an einer Schraube rumfummeln muss, nervt mich das recht schnell. So geht es aber erstaunlich gut. Anfangs dachte ich mir noch, dass das Ding wie wild rumrutscht. Nach ein paar Zügen hat man das aber sehr schnell raus.

Es funktioniert wunderbar. 🙂

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Da aber meine Winkelschablone von der bisherigen „Original Veritas Führung“ nun nicht mehr passte, weil sich die Winkel alle ein wenig verschoben haben, mußte eine neue her.

Das ist schnell erledigt. Ich habe mir dann gleich noch einen Winkelanschlag bei den einzelnen Winkeln angebracht. Dann geht’s – noch – schneller und einfacher, die Eisen winklig einzuspannen.

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Ich habe jetzt drei Eisen mit dieser Vorrichtung geschärft. Bisher bin ich – sehr – damit zufrieden.

 

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