Vogelfutterhaus

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Wir haben im Garten eine Ecke für die Vögel. Da hängt so allerlei Leckerei für die Vögel – und unser verfressener Labrador schaut da auch bei jedem Besuch im Garten vorbei 🙂

Eine Diskussion im Internet um ein an sich wunderschönes Futterhäuschen in einem Forum hat mir eine schon seit langem schwelende Idee wieder in den Vordergrund gebracht – der Bau eines Vogelfutterhäuschens.

Die Anforderungen

  • zum Aufhängen sein
  • schnell & einfach zu fertigen
  • das Futter darf nicht nass werden und
  • die Vögel dürfen nicht so in das Häuschen reinkommen, dass sich der Vogeldreck mit dem Futter vermengt

Die beiden letzt genannten Punkte sind bei ganz vielen am Markt erhältlichen Futterhäusern leider nicht/nur sehr unzureichend umgesetzt. Ich habe mir sagen lassen, dass die armen Viecher das nasse und/oder verdreckte Futter fressen – und dann elendig in einer Ecke verenden.

Das möchten wir nun anders lösen.

Die Anregungen zum Bau und noch weitere Infos habe ich von dieser sehr guten Seite des Naturschutzbundes Deutschland (NaBu): https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/vogelfuetterung/11771.html

Das Ausgangsmaterial aus der Resteecke. Ein Eichenbrett, das für den Möbelbau nicht geeignet ist und ein Rest von einer Platte Kunststoffglas (Plexiglas?).

Mein Masterplan mit den groben Maßen.

Nach dem ich mir die beiden Seitenteile vom Brett abgeschnitten habe, können die Umrisse aufgezeichnet werden.

Damit beide Teile auch wirklich gleich gross werden, klebe ich sie provisorisch mit doppelseitigem Klebeband zusammen. Das spart auch das Anzeichnen der Schnittmaße auf dem zweiten Brett…

Den Zuschnitt mache ich dann an der Säge. Fritz & Franz helfen mir.

Das kann man natürlich auch per Hand oder mit der Stichsäge machen.

Das war dann schnell erledigt.

Nun sind die Seitenteile (mit dem Fenster) dran. Das Maß nehme ich direkt am eben fertig gemachten Holz ab.

… die „Plan“ Maße stimmen (bei mir) dann in der Regel doch nicht; es wird „so“ einfach passender (… nicht genauer). Ganz im Sinne der alten Schreinerregel: wir arbeiten passend

🙂

Das Acryl Glas lässt sich mit der Säge bearbeiten.

Das Plexiglas möchte ich an den Seiten anschrauben. Die Löcher dafür bohre ich lieber vor. Auch hier habe ich beide Teile mit Klebeband zusammengeklebt – das geht schneller.

Wichtig ist: Mit ganz wenig Druck arbeiten – sonst bricht das Plexiglas.

… ist mir – natürlich – nicht passiert 🙂

Dann können auch schon die ersten Teile montiert werden. Zuerst vorbohren, dann schrauben. Die zwei Schrauber sind recht hilfreich.

Nun kommt der Boden dran. Auch hier wieder. Das Maß wird am lebenden Objekt abgenommen (nicht vom Plan).

Es nimmt langsam seine Form an.

Noch eine kleine Leiste dran, damit das Futter nicht rausfallen kann.

Nun können die beiden Teile für das Dach zusammengeschraubt werden.

Hm. Weil mein Dach – natürlich – kein 45 Grad Winkel hat (das sieht blöd aus), muss da oben eine kleine Ecke weg.

Der kleine Überstand wird mit meinem neuen Streichmaß angezeichnet.

Und mit ein paar Hobelzügen ist das dann schnell erledigt.

Nun kann ich auch gleich noch die kleine Leiste im (Innen) Giebel anpassen. Die brauche ich, um das Ganze zusammenhalten zu können. Dazu gleich mehr. Nur noch so viel. Die Leiste muss ein wenig kürzer sein, als die beiden Dachhälften. Gerade so viel, dass sie Innen zwischen die Seitenteile reinpasst.

Na also. Passt.

Nun kommt mein Zaubertrick mit zwei Nägeln/Drahtstiften.

Das Maß wird genommen.

Und durch die Seitenteile in die eben angepassten Leiste ein Loch gebohrt. Die Tischbohrmaschine leistet mir da gute Dienste, eine Bohrmaschine tut’s aber natürlich auch.

So. Mit den Nägeln kann nun das Dach mit dem Korpus verbunden werden. Und wenn das Futter mal leer ist, kann das Dach einfach & schnell abgenommen werden.

So was freut mich ja immer. Eine total simple Methode – für praktisch lau.

Nun noch einen Haken zum Aufhängen dran.

Fertig ist ein schönes Vogelhaus.

…..

Hat der Heinz in der Werkstatt doch glatt die Rechnung ohne seine Familie und dem Familienrat gemacht.

„Papa, so geht das doch nicht! Da fällt das Futter ja an der Seite raus. Und an dem eckigen Holzklotz können die Vögel sich nicht fest halten. Die sind doch die Äste gewöhnt. Das musst Du anders machen!“

Nun gut. Hat ja was. Also zurück in die Werkstatt. Zwei kleine Leisten waren schnell gemacht. Die beiden Rundstäbe lagen auch noch irgendwo rum.

So sollte es nun aber gehen.

Familienrat hat grünes Licht gegeben. 🙂

Jetzt aber: Fertig

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Mein Weg als Hobbyschreiner