8. Teil – Innenleben – 1. Teil

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Heute möchte ich mich der Gestaltung des Innenlebens widmen. Eine (grobe) Vorstellung haben wir, wie es später einmal aussehen soll. Aber meist kommt es dann ja doch anders, als man denkt…

Ich möchte mit dem oben Teil des Innenlebens anfangen, in dem dann später die Schubkästen beheimatet werden sollen.

Noch mal unser Plan – so soll der Unterschrank dann einmal aussehen.

Beim Aushobeln habe ich mir auf Basis unserer „Planes“ schon einiges Mehr an Holz fertig gemacht. Das liegt in meiner Holzecke. Den Korpus habe ich mir gleich daneben gelegt, dann müssen die alten Männer nicht dauernd durch den ganzen Keller latschen.

Hm. Da kann ich mir ja schon ans eigene Hirn fassen: Was sollte noch mal wo hin?

… hätte ich mal besser beschriftet.

Passt – fertig.

🙂

Ich habe mir überlegt „oben“ anzufangen. Die – nennen wir sie mal -„Querleiste“ möchte ich in einer Nut laufen lassen. Hier trifft Längs- auf Querholz, so dass ich das Holz vom Korpus nicht sperren darf.

Meine Überlegung ist, dass der „Rahmen“ in der Nut gehalten wird (Last kommt von oben) und durch die Querleiste am Rausfallen gehindert wird – und die Korpus Seiten können arbeiten. So weit, so gut.

So. Das sollen nun also die drei Bretter sein, aus denen der Rahmen/die Querleiste für den oben Teil (dort, wo dann die Schubläden rein sollen) gemacht werden sollen.

Sie sind noch ein wenig zu dick. Ein Besuch in der Dickte egalisiert sie auf die Stärke vom Korpus.

Ich arbeite lieber von der Mitte aus kommend. Mein „Lineal für Dummies“ mit der „0“ in der Mitte hilft mir beim Markieren.

Ausgehend von diesem Maß kann ich dann die Abmessungen des echten Brettes auf den Korpus übertragen („Messen am lebenden Objekt“).

Hier soll nun also die Nut hin. Ich habe mir auch gleich sowohl die (frei Hand markierte, „gefühlte“) Tiefe angezeichnet und wo ich die Nut stoppen möchte. Ich möchte später vorne nichts von der Nut sehen.

Der Spiralnutfräser soll ausrissfrei(er) arbeiten.

Die „Mitte“ Markierung der Fräse richte ich an meiner „Mitte“ aus.

Nun noch die Tiefe der Nut eingestellt.

Und mir mit dem Anschlag/Tiefenstop „gemerkt“.

Mit der Aluschine möchte ich die Fräse dann führen.

Hm. So 100 % zufrieden bin ich nicht. An der ein oder anderen Stelle ist mir die Fräse weggelaufen.

… hätte der Heinz mal eine zweite Schiene montiert….

Das Ende der Nut stemme ich dann noch rechtwinklig.

Nun kann ich die endgültige Länge der Querstrebe direkt abnehmen und an der Säge ablängen.

Im nächsten Schritt wird die Feder an der Querleiste hergestellt. Die Maße kommen wieder direkt vom Korpus.

Damit kann ich dann die Säge einstellen.

Die Schulter ist schon fertig.

Und die gesamte Feder ist dann auch schnell erledigt. Ein paar Züge noch mit dem Simshobel und gut ist.

Ok – passt.

So sollen dann die zwei Laufleisten an die Querleiste dran.

Diese Kante wird nun meine Referenzfläche an den beiden Laufleisten – das muss gerade sein.

Ein kurzer Besuch mit der Rauhbank schafft klare Verhältnisse 🙂

Die Verbindung möchte ich mit Zapfen machen. Frei Hand wird die Markierung angebracht.

Stemmen ist nicht so mein Ding. Da bin ich sehr froh, eine Stemm-Maschine zu haben. Bestimmt kein Präzisionsinstrument – für’s Grobe ist sie aber sehr gut.

Der Stemm-Meissel wird an der hinteren Referenzfläche ausgerichtet (sonst wird das Zapfenloch nicht gerade).

Nun noch die Tiefe des Zapfenloches eingestellt.

Und schon ist’s fertig.

Das Maß vom Zapfenloch wird nun „genauer“ angezeichnet – und übertragen.

Die Maße für den Zapfen werden abgenommen.

Und an der Bandsäge ausgesägt.

Fertig ist der Zapfen.

Und das Schöne ist: er passt sogar 🙂

Nun kann ich – ausgehend vom Zapfen des Querriegels das Maß für den Zapfen auf den Laufleisten übertragen. Wichtig war mir hier, das Maß erst dann zu übertragen, nachdem die beiden Teile miteinander verbunden sind. Das ist die spätere Konstellation und in der müssen die Teile dann auch passen.

Das Maß für die Nut/den Falz ist angezeichnet – und davon ausgehend kann ich den Falzhobel einstellen.

Der zieht wunderbare Späne. Macht wirklich Spaß, mit dem Ding zu arbeiten 🙂

Ist gut geworden – und dauert wirklich nicht lange. Konkret geht’s sicher schneller, als erst eine Maschine/Fräse aufzubauen und zu justieren.

So. Auch die Laufleisten passen.

Nun kann ich die Querleiste einbringen. Verleimt wird nur vorne. Da soll sie fest sein, damit das Bild vorne einheitlich bleibt. Arbeiten kann das Holz dann nach hinten – da stört’s niemanden.

So soll sie sich jetzt mal an ihre künftige Aufgabe gewöhnen dürfen.

Die Laufleisten sind angebracht; es wird Maß genommen, wegen der  finalen Länge nach hinten.

Nun kann ich mich den senkrechten „Teilern“ widmen. Die Höhe passt schon mal – „fast“.

Die letzten Feinheiten mache ich dann mit dem Bestoßhobel.

Und so passen sie dann rein.

Hm. Oder wollen wir lieber nur zwei Teiler machen?

Der Familienrat hat eine Entscheidung getroffen. Oben bei den Schubläden bleibt’s bei der Dreiteilung. Unten bei den Türen würde das aber blöd aussehen, da die Türen zu schmal werden würden.

Planänderung: nur noch zwei Türen

… nur gut, dass ich so flexibel bin 🙂

 

 

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