6. Teil – Verleimen Korpus

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Das war – sehr viel – Arbeit, aber nun bin ich endlich fertig mit den halbverdeckten Schwalbenschwanzverbindungen. Meine Lieblingsarbeit ist & wird das nicht….

Heute wird’s spannend: der Korpus wird verleimt.

Die fertigen Bretter mussten über den Jahreswechsel (… und den Ski Urlaub 🙂 ) in der Werkstatt auf die weitere Bearbeitung warten.

… richtig wohl ist mir da nie. Am Ende verzieht sich dann doch noch was – und das ganze Theater geht von vorne los…

Schau’n wir mal, ob & wo es hakt.

Dann wird noch ein wenig nachgestochen.

… auf Dauer nervt (mich) diese laute Klopperei dann doch. Da war ich dann recht dankbar, dass das Christkind so einen Zauberkopfhörer gebracht hat mit „Noise Reduction“. Das bringt tatsächlich sehr viel – und ich kann ungestört Hörbücher nebenbei hören.

Viel ist es nicht, es reicht aber, dass es nicht passt.

Immer wieder sind Kleinigkeiten zu markieren und nachzuarbeiten.

… hätte der Heinz mal genauer gearbeitet…

Irgendwann war’s dann aber doch so weit. Das Verleimen kann losgehen, alles ist vorbereitet.

Und ich kriege sogar geballte Frauenpower-Unterstützung.

So unterstützt, lief das alles äußerst ruhig, harmonisch und kultiviert ab.

… so zumindest die offizielle & wiedergabefähige Version…

Im Ernst. Verleimen ist in meinen Augen neben dem Schleifen das wohl Unangenehmste an der ganzen Schreinerei. Wir haben – obwohl zu Dritt – fast 30 Minuten gebraucht, bis alles dort war, wo es hin sollte. Schon allein die Logistik, wie der Korpus zu spannen/zu lagern ist, war nicht ganz ohne (wir hatten drei Versuche…). Dann passt – doch – wieder eine Ecke nicht, die Zwingen haben zu wenig Ausladung, die Zulagen sind zu groß – der Gründe gibt es unzählige….

Nun gut. Irgendwann  war es geschafft und der Leim trocken.

Wichtig war mir an der Konstruktion, dass man später im Grund nur an einer Stelle (oben an der Seite) die eigentliche Verbindung sieht. So ist die obere Deckplatte „sauer“ und an der Seite/unten ist auch nur durchgehendes Holz zu sehen.

… das ist vor allem dann hilfreich & nicht so peinlich, wenn die Verbindungen doch nicht so werden, wie’s eigentlich soll….

Zum Geier nochmal! So einen Aufwand getrieben – und dann „das“! Nervt mich ja.

Hätte ich mir anders erwartet und auch erhofft. Vor Augen hat man ja immer diese Künstler. Ein Sägenstrich hier, ein Sägenstrich dort, noch eine Kleinigkeit mit dem Stemmeisen nachgearbeitet, ’nen hippen Espresso geschlürft – und schwups ist alles zusammen und es passt keine Telefonbuchseite mehr dazwischen.

Zu meiner Ehrenrettung möchte ich aber sagen, dass ich mir die Verbindungen noch einmal genauer angeschaut habe, die ich vor Jahre mit der Leigh D4R Zinkenfräsvorrichtung gemacht habe. So super perfekt geht das mit dem Ding auch nicht. Da ist auch die ein oder andere Lücke – und vor allem auch einige Ecken, die vom Fräser ausgerissen worden sind.

Ich nehme mit: Ich bin kein Künstler. Ich bin Mensch.

Und so werde ich es nun eben so machen.

Als Mensch darf ich das. Das ist mal ein Vorteil gegenüber einem Künstler 🙂

Es geht weiter mit „7. Teil – Zinken-„schön“ schummeln

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