Werkzeugwand

Warnhinweis

In diesem Beitrag werden Produkte, deren Namen und deren Anwendung gezeigt. Dies kann man unter den Begriff „Werbung“ subsumieren. Wenn Sie dies nicht möchten bitte ich Sie, diese Seite zu verlassen. Durch die weitere Nutzung erklären Sie sich hiermit einverstanden.

 

Etwas, das mich schon lange stört –  meine Werkzeugwand. Mit ihr war es so, wie mit den meisten Provisorien. Sie begleiten einen sehr lange. Und weil ich beim aktuellen Projekt (Arbeitszimmer Schrank) eine neue Art & Weise ausprobieren möchte, die Schwalbenschwanzverbindung herzustellen, kann ich hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Der „ein oder andere“ (…) Hobel, der in die bisherige Werkzeugwand nicht mehr reingepasst hat (und in irgend einer Ecke in der Werkstatt ein recht kümmerliches Dasein fristen musste….) kriegt nun ein angemessenes zu Hause und ich kann mal probieren, wie’s mit der neuen Technik funktioniert.

Die bisherige Werkzeugwand. Da passen die Unterteilungen nicht mehr, sie lassen sich leider auch nicht anpassen (weil per Schwalbenschwanzverbindung verbunden) und die Schubladen sind zu hoch. Alles in allem ist der Platz zu ungünstig aufgeteilt.

Mit einer neuen Rückwand (9 mm Multiplex) geht’s los.

Ein erster Versuch, ob & wie alles drauf passt.

Aus diesen beiden Eichenbrettern soll die Werkzeugwand entstehen. Das soll – bewusst – nichts wunder Aufwändiges werden. Im Grunde nur ein Rahmen.

So, sind sie aber zu dick. Mein neues Streichmaß hat wieder einen Einsatz.

Aufgetrennt wird an der Bandsäge. Diese schaltbaren Magneten tuen hier sehr gute Dienste, damit das Brett nicht verrutscht.

Da freue ich mich – immer noch – sehr. Die Bandsäge arbeitet super 🙂

Mit diesem Schnittbild bin ich ziemlich zufrieden. Diesen Kauf der Bandsäge bereue ich nicht!

Noch einmal durch die Dickte (0,5 mm Abnahme) – fertig sind die Bretter für den Rahmen.

Und können auf Breite gesägt werden.

Ich messe wie immer: am lebenden Objekt (dh Länge + 2 mal die Stärke der Bretter).

Das ist mir irgendwie sypmpathischer, als zu rechnen & zu messen – und am Ende doch nur Ungenauigkeiten zu produzieren…

So sollen sie dann mal hin – die Rahmenhölzer.

Das Schreinerdreieck hilft bei den nun anstehenden Schritten, dass ich nicht durcheinander komme.

Die Rückwand wird in einem Falz eingelassen. Diese „Markierung für Dummies“ hilft mir, den Falz nicht genau an der falschen Stelle zu machen.

… nicht, das mir das jemals schon passiert wäre, aber….

Und mit dem Streichmaß markiere ich mir die Tiefe vom Falz.

Und schon kann’s mit dem Falzhobel losgehen.

Im Grunde schauen die Späne schon recht „lustig“ aus – wer weiß, vielleicht können wir da ja noch was für Weihnachten draus machen?

Das geht sehr gut – alles im Winkel.

Da kommt dann doch einiges an Spänen zusammen.

Gut geworden; ich bin zufrieden. Zugegeben. Mit der Maschine wäre es schneller gegangen. Erfüllender ist’s aber „so“.

Nun kann ich die Aufteilung vornehmen. Es macht durchaus Sinn, den Grund der Schwalbenschwänze an der Breit der Stemmeisen auszurichten.

Ich möchte die Schwalben an der Bandsäge aussägen. Dieser einfache „Keil“ hilft mir beim Sägen. Der Winkel ist an meiner Schablone (siehe vorheriges Bild) ausgerichtet; d.h. Verhältnis 1:8.

Damit’s schneller & einfacher geht, klebe ich beide Bretter mit doppelseitigem Klebeband zusammen.

Und säge sie in einem Rutsch. Der Magnet fungiert hier als Tiefenstopp. Nach einem Schnitt drehe ich das Brett um und erreiche auf diese Art & Weise eine gleichmäßiges Bild der Verbindung auf allen Seiten. Dann kann der Anschlag verstellt werden.

Vorteil ist, dass ich – nur an einem Brett, auf einer Seite – Anzeichnen muss.

Und damit ich auch beide Seiten der Schwalben schneiden kann, habe ich mir zwei „Keile“ gefertigt. Die Anschläge einmal oben und einmal unten.

Die Zwischenräume säge ich auch weitestgehend aus.

Viel bleibt nicht mehr stehen.

Und dann geht die Stemmarbeit umso schneller – ist mir wirklich sehr recht. Das ist nämlich eine Arbeit, die ich nicht so gerne mache.

Gefällt mir gut.

Ein Prozessschritt, bei dem ich gerne & am meisten Fehler/Ungenauigkeiten mache: das Anreissen.

Dieses Mal möchte ich es mal mit diesen Zwingen probieren, damit da nichts mehr verrutschen kann.

Geht an sich gut – nur bei der Aufteilung hat der Heinz ein wenig gepfuscht. Nun gut. Das lasse ich jetzt so und die Werkzeugwand hat ein Individualisierungsmerkmal – ganz umsonst 🙂

Und weil ich mir leichter tue, nutze ich die Schablone auch gleich als Sägehilfe.

An der Bandsäge wolle ich das nicht machen. Da hätte ich entweder den Tisch schief stellen müssen (wollte ich nicht) oder mir ein recht großes Trum an Schablone bauen müssen, das dann doch wieder nur in der Werkstatt rumliegt.

Genauer geht’s aber wohl wirklich mit der Handsäge, bei der man am Ende doch feiner auf etwaige Abweichungen reagieren kann, als bei der Bandsäge.

Auch hier versuche ich, mir die Arbeit leichter zu machen und säge die Zwischenräume schon mal vor.

So vorbereitet, lässt sich das Holz schnell & einfach ausbrechen. Die verbleibende Arbeit ist dann schnell erledigt.

Und schon kann es an’s Verleimen gehen.

Es passt alles – bin ich froh!

Damit ich mir keine großen Gedanken ob der Winkligkeit des Rahmens machen muss, bringe ich die Rückwand schon ein und nagle sie fest.

Noch ein wenig Verputzen. Fertig ist der Rahmen.

Bestimmt nicht das non plus ultra – für das erste mal geht’s aber. Und wenn man wollte, könnte man noch ein wenig „hinschummeln“, dann sähe es besser aus. Für die Werkstatt treibe ich den Aufwand aber nicht.

So, die alte Werkzeugwand kann runter.

Die Aufhängung möchte ich nicht ändern. Die Keilleisten/French Cleats haben sich bewährt.

Hier habe ich sie noch nur mit einem Falz gemacht. Geht & hält. Einfacher (auch in der Montage) wäre aber ein 45 Grad Schnitt. Sei’s drum. Mache ich das nächste mal. Hier mache ich jetzt nicht extra neue Leisten.

Das Maß kann ich von dem alten Schrank abnehmen.

Und die alten Leisten auf die neue Werkzeugwand montieren.

Und schon ist die neue Werkzeugwand an ihrem Bestimmungsort.

Es kann losgehen mit dem Einzug.

Die neuen Hobel brauchen auch Halterungen. Das Maß wird wieder am lebenden Objekt genommen.

Und die Form ausgesägt.

Davon habe ich je zwei Stück gebraucht.

Gleiches Spiel bei den Schweifhobeln – Maß nehmen.

Die Löcher mache ich an der Tischbohrmaschine.

Die „Zugänge“ säge ich dann mit der Bandsäge.

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft.

Der neue Falzhobel braucht auch ein zu Hause.

Maß nehmen.

Aussägen an der Bandsäge.

So ging das dann weiter mit den einzelnen Hobeln; hier der Kombinationshobel.

Die Halterungen für die Ziehklingen und einen Grundhobel.

Nun fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten. Es müssen noch drei Halterungen gemacht werden. Die ein oder andere Optimierungsmöglichkeit ist mir dann auch noch eingefallen. Aber – das verschiebe ich auf ein ander mal. Für heute bin ich fertig.

… ja ist denn da – immer noch – Platz? 🙂

 

 

Advertisements

Mein Weg als Hobbyschreiner