Kiste für die Weihnachtskrippe

Unsere neue Weihnachtskrippe bedeutet mir sehr viel und so möchte ich sie nicht einfach das Jahr über irgendwo im Keller rumstehen lassen und riskieren, dass etwas kaputt geht.

Es muss eine Kiste her.

Ziel war es, ausschliesslich Reste zu verwenden, die ich noch hatte. Wenn die Krippe dann auch noch in die Kiste reinpasst, ist alles gut.

🙂

 

Seit Jahren wollte ich eine „schöne“ Krippe. Wir hatten immer eine. Aber so richtig glücklich bin ich mit ihr nicht geworden. Dann hab ich gesagt: „Pah! Die baue ich selber. Da steckt nicht viel Holz drin. Den Rest holen wir aus dem Wald. Ein wenig Gips ist schnell besorgt.“

So viel zur Theorie. Fakt ist, dass ich über – Jahre – keine gebaut habe. Da könnte man jetzt lange sinnieren, woran das liegt (z. B. an meinen Wurstfingern, die für diese filigrane Arbeit nicht geeignet sind, an der fummeligen Arbeit, die mir nicht liegt – oder schlicht an der Zeit).

So war ich wirklich sehr froh, in Kontakt mit einem passionierten Krippenbauen aus dem Großraum München gekommen zu sein, der wieder neue Krippen bauen wollte – und Platz in seinem Keller brauchte. Als er mich in seinen Keller geführt hat, sind mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen. So tolle Krippen hatte er da stehen. Die kleinen hatte er gerade eben verkauft. Dann hatte er da noch eine Krippe, in die ich mich auf den Schlag verschaut hatte – leider deutlich zu groß und eher für ein Museum als Ausstellungsstück geeignet. So ist es dann diese geworden. An sich auch zu groß, aber sie hat mir so gut gefallen, dass wir schon eine Lösung finden werden.

So freue ich mich jetzt über eine Krippe und hoffe, dass sie uns noch viele Jahre begleiten wird.

Sicher kein Hexenwerk – eine „Kiste“ halt.

Ich hatte vom Kanu Bau noch diese Sperrholzplatten zumliegen.

Die wurden zum Teil auch schon mal eingesetzt. Diese hier war schon mal für den Werkzeugschrank vorgesehen.

Leider sind auch nicht alle Platten über die Jahre gerade geblieben.

Ein paar Kanthölzer haben sich auch noch gefunden. Zwar unterschiedlich dimensioniert, das sollte aber lösbar sein.

Erster Plan: die Seitenwände (Sperrholzplatten) werden in Nuten in den Ecken geführt.

Ging leider nicht – die Kanthölzer waren zu klein. Ich hätte nicht genügend Ecken aus dem Vorhandenen rausbekommen.

Wie viele brauche ich denn eigentlich in welchen Dimensionen?

… rechnen…

Ich mach’s jetzt einfach mal so, dass ich mich von Innen nach Aussen rantaste und dann schaue, wo ich stehe.

Es geht los mit dem Zuschnitt der Sperrholzplatten.

Das war dann relativ schnell erledigt. Wenn gleich ich auch gemerkt habe, dass es einen Unterschied macht, ob man Massivholz schneidet, das man dann am Ende ohnehin mit dem Hobel passend macht oder ob man Platten schneidet, die „passen“ müssen.

Meine Säge ist das „nicht gewöhnt“ (böse Zungen behaupten: nicht richtig justiert). Ich sage: Ich hab’s bisher in der Genauigkeit schlicht nicht gebraucht.

Die Justierung werde ich jetzt aber „bei Gelegenheit“ (…) mal nachholen und mich der „5 – Schnitt – Methode“ nähern.

Weil mir die 4 Kant Hölzer ausgegangen sind, musste ich noch was anderes finden. Also muss leider meine Form herhalten, mit der ich die Kufen vom Rodel hergestellt habe.

Es tut weh – muss aber sein….

Da sind sie.

Nun habe ich einen Haufen 4 Kant Leisten, mit denen es losgehen kann.

Mit den Nuten (oben) ist sich leider nicht ausgegangen. Also mache ich es mit einem Falz, in den ich dann die Sperrholzplatten festmache.

Ich habe mir sagen lassen, dass es besser ist, wenn die abfallende Leiste links vom Sägeblatt ist – dann kann nichts verklemmen und im Ergebnis zum durch die Werkstatt fliegenden Geschoss werden. Braucht kein Mensch.

So soll es dann aussehen. Im Nachgang ist mir noch aufgefallen, dass es mehr Sinn macht, eine Seite des Falzes breiter zu machen – dann haben die sich treffenden Sperrholzplatten besser Platz.

Fertig sind die Eckleisten mit einem Falz.

Weil ich recht einfach strukturiert bin brauche ich immer ein „lebendes Objekt“, dann kann ich das besser entwickeln.

So soll der Kasten dann mal ausschauen.

Die Leisten werden dann an die Sperrholzteile geschraubt.

… und irgendwann hat man dann tatsächlich alle Leisten angepasst und auch die Schrauben angepasst.

Und man glaubt’s kaum, aber die Krippe passt rein.

… das stand zwischendrin tatsächlich auf der Kippe, weil der Depp hinter der Säge übersehen hat, dass von dem Innen Maß noch der Überstand von den Ecken der Leisten weg geht – so hätte die Krippe nicht reingepasst. Die Säge war dann mein bester Freund…

Vorne habe ich doch eine Nut angebracht und in der kann dann die eine Seite von der Kiste laufen. So wird dann die Kiste geöffnet.

Geht doch – alles drin.

Fertig ist eine Kiste.

Sicher. Kein Hexenwerk. Ich bin mir manchmal vorgekommen wie beim Restekochen, wo all das verwendet werden muss, was der Kühlschrank so hergibt.

Auch mal nicht schlecht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Mein Weg als Hobbyschreiner