Kistchen für den Arkansas Schleifstein

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Für heute steht eine kleine Bastelei in der Werkstatt an. Mein Arkansas Schleifstein möchte ein angemessenes zu Hause. Also kriegt er eine kleine Box aus Holz.

Warum auch immer, mein Schleifstein ist in einem recht unschönen Karton geliefert worden. Da mich das Ding ziemlich sicher überleben wird, weil er so hart ist, möchte ich ihm eine Box aus Holz bauen.

Mit dem Arkansas Stein möchte ich in erster Linie polieren und spitze Dinge bearbeiten. Ähnlich wie bei dem legendären Belgischen Broken gehen auch beim Arkansas Stein die natürlich Vorräte langsam zu Ende. Und so habe ich mich entschieden, „mir schnell noch einen zu besorgen“ :-). Im Gegensatz zu den anderen Schleifsteinen, wird er mit Öl benutzt. Das hat dann gleich den Vorteil, dass das Schleifgut gegen Rost geschützt wird.

An sich ein Abfallstück. Für so ein kleines Projekt reicht aber dieses Rest Holz Eiche.

Der Stein gibt das Maß vor. Mein Streichmaß hat seinen ersten richtigen Einsatz – und bewährt sich. 🙂

An der Bandsäge trenne ich das Holz dann auf. Der Verschnitt ist mit dem dünnen Blatt weniger – und ich möchte gerne mit dem Neuzugang arbeiten.

Da bin ich ja – sehr – zufrieden. Gutes Schnittbild. Alles gleichmäßig. Nichts verlaufen. So hab ich mir das vorgestellt. Sehr schön.

Nun noch einmal mit ganz geringer Spanabnahme über den Hobel.

Und schon kann ich das nächste Maß am lebenden Objekt abnehmen. Das wird der Boden und der Deckel.

Frei nach dem Motto: wer viel misst, misst viel Mist 🙂

An den Seiten kommen kleine Leisten hin. Hier hobele ich sie zusammen am Anschlagbrett der Hobelbank. So muss ich sie nicht spannen (da „verspannt“ man sie gerne), kann fix mal kleine Korrekturen machen – und sie werden auf diese Art & Weise sicher gleichmäßig – da gleichzeitig & zusammen gehobelt.

Boden und Deckel werden auf der Stoßlade begradigt und aneinander angeglichen.

Alles im Winkel – so soll es sein.

Die lieben Gehrungen…

Ich mache mir lieber eine „Markierung für Dummies“. Zu leicht versäge ich mich und das bringt gerne Ärger in einen entspannten Nachmittag. Das will ich natürlich nicht…

Und um nicht – ständig – messen zu müssen, nehme ich mein Schneidebrett, an dem der 45 Grad Winkel schon eingesägt ist.

Passt doch – an sich.

Der Anschlag am Hobel (links unten im Bild) ist zu hoch. So komme ich nicht mehr dort hin, wo ich eigentlich hin will.

Hier rächt sich jetzt, dass ich mich standhaft weigere, genaue Pläne zu machen. In die Seitenteile muss ein kleiner Falz angearbeitet werden. An sich ja überhaupt kein Thema. Wenn man sich aber keine Gedanken darüber macht, wie man an „so kleine Teile“ spannen möchte, kommt man schon an den Punkt, wo man feststellen muss: Es geht nicht.

Also: Kommando auf Anfang. Andere Reihenfolge.

Zuerst der Falz mit dem Falzhobel. Dieses mal aber an einem großen Stück, das noch gespannt & der Hobel angesetzt werden kann.

Das funktioniert wirklich sehr gut. Ich habe mir einen „aktuellen“ Falzhobel geholt. Bisher hatte ich „alte“. Die sind sehr schön, gefallen mir sehr gut und haben auch einen gewissen Charme. Die Einstellerei war aber leider sehr mühsam.

Bei dem hier stimmt jetzt aber alles. Nach nunmehr ein paar Einsätzen bereue ich die Anschaffung nicht. Und das, obwohl’s nicht von meiner „Hausmarke“ ist…. 🙂

Nun kann ich also die kleine „Falzleiste“ abtrennen.

Es macht auch durchaus Sinn, die obere Kante, die dann beim Falzhobeln die Referenzkante darstellt, zu hobeln. Sonst kann nämlich der beste Falzhobel keinen gleichmäßigen Falz hobeln. Das mache ich mit einer Nr. 7.

Nicht, das mir das wirklich passiert wäre und ich gefragt hätte, warum denn in aller Welt der Falz nicht gleichmäßig wird. Ich wollte es hier nur mal angesprochen haben… 🙂

Kaum macht man es richtig, schon funktioniert es…

Niklas kommt mich besuchen. Und so langsam zieht „das echte Leben“ in das Werkstattleben ein.

Wir müssen Englisch lernen…

Niklas kann aber beides miteinander verbinden. Ich frage ihn aus. Er werkelt mit den neuen Schnitzmessern weiter rum. Was das wird? Nun ja. Schauen wir mal. Eine Stifteablage für die Oma? Da ist wirklich eher der Weg das Ziel.

Und weil’s gerade so schön ist, fängt er noch etwas anderes an. Hauptsache Werkstatt. Hauptsache Papa.

Einfach nur: 🙂

Alles ist vorbereitet für die Verleimung des Bodens.

Das geht gut.

Noch ein Neuzugang. Ein tolles Teil. Aber ich habe noch nicht so viel mit ihm gemacht.

Im Unterschied zu meinem „alten“ Kominationshobel sind hier die Führungsstangen höchst präzise gearbeitet und haben praktisch gar kein Spiel. Wenn sie montiert sind, ist das super. Bis dahin kosten sie mich aber den letzten Nerv.

Bis ich einen Trick entdeckt habe. Ich führe erst nur eine Führungsstange ein – und erst danach die zweite. Dann kann der Anschlag nicht verkanten und es flutscht so, wie es sein soll. Wenn man’s weiß, geht’s einfach. Sagt einem nur keiner…

Hm. „So“ soll es aber nicht sein. Ich habe von Rechts gehobelt (ich bin Rechtshändler). Bei diesem Brettchen hobele ich dann aber gegen die Faser.

Nicht schön.

Dann ist mir eingefallen, dass man den Hobel auch umbauen kann. Das ist wiederum schön. So habe ich den Anschlag flux auf der anderen Seite montiert. Das ist wirklich sehr praktisch!

Und so funktioniert es super! Im Gegensatz zu meinem Schabhobel, mit dem ich auch ein solches Halbstabprofil anarbeiten könnte, schneidet der Kombinationshobel mit seinem Eisen. Die Oberflächenqualtität ist deutlich besser.

Ganz sicher kein must have Hobel. Schön & praktisch ist er aber trotzdem.

So. Der Boden ist schon mal fertig.

Den Fehler von Anfangs mache ich jetzt nicht mehr. Das Profil und der Falz sind am „großen“ Holz bereits abgearbeitet.

So hoch muss die Leiste werden. Da ist kein Messen und Übertragen notwendig. So liegt – mir – das viel mehr.

Und auch diese Leisten werden am Schneidebrett gesägt. Und meine kleine selbst gebaute Säge läuft super. Danke Gerd!

Auch hier muss man (ich…) sehr auf die richtige Abfolge der Gehrungen achten. Eine Vorlage ist mir da sehr lieb.

Noch ein wenig Verputzen.

Fertig ist die kleine Kiste für den Arkansas Schleifstein.

Und damit – wenn’s mich mal zerrissen hat – keiner den schönen Stein mit Wasser versaut, schreibe  ich lieber noch drauf, dass der nur mit Schleiföl verwendet werden darf.

Man weiß ja nie….

Fertig.

 

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Mein Weg als Hobbyschreiner