Holzhammer & Bankhaken

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Leider sind unsere zwei alten Birken abgestorben und müssen diesen Winter gefällt werden. Da wir keinen Holzspalter haben, habe ich das immer per Hand gespalten. Dabei habe ich die Keile meist mit dem Vorschlaghammer eingetrieben. Mit dem vorhersehbaren Ergebnis, das ein Keil nach dem anderen kaputt gegangen ist, weil „Metall“ auf „Metall“ nie gut geht. Da die Dinger durchaus ihren Preis haben, steht schon recht lange auf meiner Liste ein „Holzhammer“. Jetzt war’s also an der Zeit.

Doch bevor es das eigentliche Bastelprojekt losgehen kann, widme ich meinem – echten – Dauerthema in der Werkstatt. Den Bankhaken.

Da ich keine Metall/Alu Haken in der Bank haben möchte (es ist mir zu „gefährlich“, wenn ich mal mit den empfindlichen Eisen z. B. vom Hobel dran komme), habe ich mir eigene aus AhornHolz gemacht. Da passt zwar nicht jeder Haken in jedes Loch (irgend so ein Heinz hat da damals beim Bauen geschlampt; ts, ts, ts….). Es „ging“ aber, damit kann ich leben. Jedes mal auf’s Neue hat es mich aber schier in den Wahnsinn getrieben, wenn die Haken – noch nicht unter Last – runtergefallen sind. Dann wieder Bücken (ja – ich werde offensichtlich auch alt….), wieder fehlt eine 3. und 4. Hand und alles auf Anfang.

Etwas Neues muss her. Ich werde also an die Bankhaken „Federn“ machen, die dann den Haken halten. Da ich es immer noch nicht „geschafft“ habe, Federstahl zu bestellen und es jetzt einfach leid bin, mache ich die „Federn“ jetzt aus Holz. Das geht auch.

Doch zuerst passe ich die beiden auserwählten Haken so an, dass beide in alle Löcher passen (….)

Dann schneide ich mir an der Bandsäge (… ein tolles Teil übrigens – da freue ich mich immer noch jedes mal, wenn ich mit ihr arbeiten darf), die Federn runter.

Die künftige Schräge wird angezeichnet. Ich hab’s so gemacht, dass das Federholz auch noch im ausgezogenen Zustand (des Hakens….) noch einen Widerstand leisten kann.

Die Schräge habe ich dann wieder an der Bandsäge gemacht und anschließend verputzt.

Fertig sind meine zwei neuen Bankhaken für lau.

So. Nun aber zur eigentlichen Bastelei des Nachmittags – dem Holzhammer.

Im Wald ist eine Esche (?) umgefallen und durch Zufall ist ein Stückchen auf den Gepäckträger meines Fahrrades gelandet. Da hab ich mir gedacht: das ist ein Zeichen!

🙂

Mal im Ernst. Ich denke, der Förster kann es verschmerzen, wenn er auf das Stückchen Holz verzichtet. „So’n Zeug“ lässt er sonst auch immer liegen. Bei den vielen Eichen, die da schon seit zwei Jahren liegen treibt es mir jedes mal fast die Tränen in die Augen, wenn ich mir denke, wie lange die gebraucht haben, so groß zu werden – und jetzt am Boden nur verrotten….

Das Stück ist zu groß und wird kurzerhand an der Bandsäge gekürzt.

Damit die beiden künftigen Schlagflächen – halbwegs – parallel zueinander sind, schneide ich die andere Seite auch noch ab (am Parallelanschlag geführt).

Noch ein Sicherheitshinweis an dieser Stelle:

An sich braucht man beim Schneiden von Rundholz eine Vorrichtung, die das Werkstück am Drehen während des Schneidvorgangs hindert.

In dieser -sehr speziellen Situation – ging’s aber in meinen Augen. Der Stammabschnitt hatte auf der einen Seite eine „halbwegs gerade Stelle“ und noch zwei Reststückchen von abgeschnittenen Ästen, die das Werkstück am Drehen ausreichend gehindert haben.

Noch flux ein Restholz für den Stiehl rausgesucht. Ich habe mich für Esche entschieden – es hat schon seinen Grund, warum das das bevorzugte Holz für solche Einsatzzwecke ist.

Niklas ist ganz scharf drauf, mitzuhelfen.

Er sucht schon mal den passenden Forstnerbohrer raus mit dem wir dann das Loch für den Stiehl bohren werden.

Kleine Nacharbeiten, um das Ganze schöner zu machen müssen natürlich sein 🙂

Die Mitte des Stiehls wird markiert und der Kreis angezeichnet, der den Stiehl Kopf markieren soll.

Niklas montiert noch die Verlängerung (hat er selbst „gefunden“ und gemeint, dass wir das doch nehmen könnten).

Schlaues Kerlchen 🙂

Mit dem neuen Streichmaß markiere ich mir noch jeweils die Mitte.

Und schon kann’s losgehen.

Niklas zeigt wahrlich vollen Einsatz und hat es sich nicht nehmen lassen, die Rundung anzubringen.

Das so ein Zugmesser durchaus gefährlich sein kann, wissen wir ja…. 😦

In der Zwischenzeit widme ich mich dann also dem Loch für den Stiehl. Der Hammerkopf ist so platziert, dass das Loch dann in der Lücke in der Hinterzange rauskommen würde (und nicht in der Hobelbank….).

Der Bohrer arbeitet sich gut voran. Ich kann Druck von oben ausüben (fast schon stehend auf der Hobelbank….).

Hm. Da hat so ein Heinz nicht richtig aufgepasst. Die Späne haben sich verstopft und der Bohrer geht nicht mehr vor oder zurück.

Da wären ja fast schlimme Worte in der Werkstatt gefallen – aber Niklas war ja dabei und so ist alles noch einmal glimpflich abgelaufen.

Niklas hat dann mit einem kleinen Schraubenzieher das Zeug rausgefummelt – dann ging’s.

Irgendwann war ich dann auch durch.

Ich möchte den Stiehl verkeilen. Also haben wir noch einen Schlitz gesägt – und darauf geachtet, dass er senkrecht zur Faserrichtung verläuft. Sonst spaltet der Keil das Holz.

Niklas wollte dann auch schon eine erste Anprobe machen.

In der Zwischenzeit kann ich noch eben den Keil machen. Dafür habe ich mir aus der Restekiste ein Stückchen Holz geholt und die „Schablone“ für den Keil ausgesägt.

So vorbereitet, kann aus dem nächsten (Eschen) Rest der Keil gesägt werden.

Passt sogar 🙂

Und der junge Mann schafft vollendete Tatsachen.

Weil das Holz aber doch noch recht nass war und ich nicht möchte, dass der neue Hammer übermäßig stark reisst, habe ich die Kopfenden noch mit dem Zeug eingepinselt. Das hilft sehr gut.

Als ich dann im Netz gesehen habe, dass dort deutlich über 100 € aufgerufen werden, wurde die Freude noch größer. Das war wirklich kein Aufwand, wieder eine nette Stunde mit Niklas in der Werkstatt – und uns hilft’s für unser Projekt im Winter.

Fertig.

So etwas mag ich ja – lang genug hat’s gedauert. Aber so ist das halt mit diesen „das mach ich dann mal eben“ Projekten…

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Mein Weg als Hobbyschreiner