5. Teil – halbverdeckte Schwalbenschwanzverbindung – 1. Teil

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Heute kann ich – endlich – mit den Verbindungen anfangen. Also hole ich die Domino Dübelfräse raus und die Sache ist in 30 min fertig.

… kleines Späßchen 🙂

Nein. Ich habe mich für halbverdeckte Schwalbenschwänze entschieden. Caro ist nicht so der große Freund von den „sichtbaren Verbindungen“, einfach ein paar Dübel rein jagen ist jetzt nicht so mein Ding und da ist die handwerklich gefertigte, halbverdeckte Schwalbenschwanzverbindung denke ich ein ganz guter Kompromiss. Mit der Leigh Zinkenfrässchablone war’s mir jetzt mit der doch einigermaßen komplizierten Einstellerei zu umständlich. Das mag bei jemandem, der das 3 mal in der Woche macht, anders aussehen; das ist aber nicht meine Ausgangssituation.

Also: meine handwerklichen Fähigkeiten sollen trainiert werden….

Das Ausgangsmaterial – lang genug hat’s gedauert.

4 Bretter.

Eine Markierung mit dem Schreinerdreieck – und das Suchen hat ein Ende.

Die Bretter werden zugeschnitten.

… das ist nach der vielen Arbeit ja fast schon aufregend… Nur keinen Fehler machen!

Die Nut für die Rückwand soll in den Schwalben enden. Weil – mir – das Rechnen zu blöde ist, mache ich die Nut zuerst – und richte die Schwalben dann nach der Nut aus.

Schwalben für Dummies 🙂

Der Nuthobel wird „am Ende“ angesetzt und dann nach „Vorne“ geführt. So kann die schon fertige Nut den Hobel besser führen.

Die Nut ist wirklich schnell gemacht. Bei 4 Nuten geht das schneller & einfacher, als mit der Maschine. Und Spaß macht’s auch noch.

Die erste, „halbe“ mache ich nach Augenmaß – und kann nun die Nut gut berücksichtigen. Die Zinken richte ich dann nach der Breite vom Stemmeisen aus.

Damit die Abstände (halbwegs) gleichmäßig werden, übertrage ich sie mit dem Stechzirkel.

Nun kann ich mit meiner tollen, selbst gemachten Schablone die Markierungen übertragen.

Ich fange auf der Bandsäge an.

Das Handling ist mit den doch recht breiten Teilen und dem zu kleinen Tisch der Bandsäge nicht optimal.

Problem ist, dass ich den Anschlag nicht weit genug nach links verschieben kann, um alle Schwalben mit dem Keil sägen zu können. Freihändig an der Bandsäge macht nicht viel Sinn.

Also ändere ich meinen „tollen Plan“ – und säge ganz klassisch per Hand. Weil ich das aber viel zu selten mache, habe ich mich (auch hier) für die „Dummies“ – Variante entschieden.

Ich entfremde meine Schablone einfach als Sägehilfe. Damit’s genauer wird, fixiere ich sie noch mit einer Zwinge.

Das geht erstaunlich gut!

Aber ich strenge mich auch ganz doll an 🙂

Das Ergebnis gefällt mir und löst in keine „hätt ich’s doch besser mit der Bandsäge oder der Leigh Schablone gemacht!“ Gefühle aus.

Bernhard wird’s gefallen – die Zinken sind schön schmal. Noch dünner möchte ich sie nicht machen, denn sie sollen ja noch was halten.

Irgendwann war ich dann mit allen Brettern durch.

Nun kommt die Bandsäge – doch – noch zum Einsatz. Ich säge einmal in der Mitte und erhoffe mir weniger Stemmarbeit davon.

Das funktioniert tatsächlich erstaunlich gut und geht sehr schnell.

Fertig sind die Schwalben.

Nun kommt der doch kritische Punkt: Übertragen der Maße/Anreissen.

Die Zwingen sollen helfen, dass nichts verrutscht.

Da geht’s eng zu und so nehme ich mein dünnstes Anreissmesser.

Wieder: Sägen per Hand.

Auch hier nutze ich wieder die „Sägehilfe“ …

Ehrlich gesagt, mache ich mich lieber einmal zum Deppen – habe dann aber wirklich gerade & exakte Sägeschnitte.

Wieder ist Stemmen angesagt.

Man erkennt den Unterschied zwischen frisch geschärften Eisen (links) und nicht mehr ganz frischen Eisen (Rechts):

Diese Stemmeisen sind kreuz gefährlich. Zumindest in meinen Händen. Die meisten Verletzungen in der Werkstatt habe – ich – tatsächlich mit den Dingern. Da ist man so schnell mal eben an eine Ecke gekommen und schon ist ein kleiner Schnitt im Finger.

… wenn nicht immer dieses Blut auf dem frischen Holz so stören würde…. 🙂

In den Ecken ist dieses Stemmeisen ein guter Helfer.

… und weil’s doch – einiges – zum Stemmen gibt, bin ich noch nicht fertig. So ist das eben mit einem „live Blog“… 🙂

Es geht weiter mit „6. Teil – Verleimen Korpus

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