4. Teil – Aushobeln per Hand

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Heute geht es weiter mit den Verbindungen vom Korpus. Da habe ich lange überlegt, wie ich es eigentlich machen möchte. Doch zuerst muss ich „nur noch“ die Bretter, die nun ein paar Wochen in der Werkstatt rumgestanden sind prüfen, ob sie gerade geblieben sind. 

… sind sie nicht – ich muss insgesamt 6 Bretter (per Hand) hobeln. Da wartet echte Arbeit auf mich…

 

An sich sind sie gut be- und umlüftet in der Werkstatt gestanden. 

Richtig „kurmm“ sind sie nun auch nicht. Gerade ist aber auch was anderes. So möchte ich es nicht lassen und in den durchaus kniffligen Teil der händisch hergestellten Verbindungen übergehen. 

Also: Hobeln per Hand ist angesagt – diese Trümmer kriege ich nicht mehr in meine Hobelmaschine. 

Naiv, wie ich bin, fange ich mit dem 4 1/2 Putzhobel an. Der zieht herrliche Späne – gerade, dass es schön ist. 

So richtig gerade will’s aber auch so nicht werden. Also, muss ich – doch – die komplette Prozedur durchlaufen.  

Damit „hinten“ nichts ausreisst, breche ich die Kanten. 

Dann fange – ich – mit meinem längsten Hobel (Lie Nielsen Nr. 7) quer zur Maserung an. Die Spanabnahme ist sehr stark eingestellt. 

Ich habe mir sagen lassen, dass es Leute gibt, die das anders machen. Vornehmlich, wenn Holzhobel (kurze) verwendet werden. Mir liegt es aber „so“ besser. 

Nahezu gerade, man sieht die Hobelspuren noch deutlich. 

Es kommen einige Hobel zum Einsatz. 

Nun kann ich langsam von „quer zur Maserung“ zu „längs zur Maserung“ wechseln. 

Das mache ich mit meiner Lie Nielsen Flachwinkel Rauhbank Nr. 7 1/2. Die andere ginge natürlich auch. Ich wollte nur nicht ständig die Spanabnahme einstellen. Ist praktischer „so“. 

Zum Schluss habe ich die Bretter dann noch verputzt. Weil das Eschenholz zum Teil durchaus anspruchsvoll ist (es sind ein paar durchaus gemeine Verwachsungen drin), kommt mein neuer Lie Nielsen Nr. 4 1/2 Putzhobel mit 55 Grad Bettungswinkel zum Einsatz. Wahnsinn! Der gleiche Hobel mit 45 Grad Bettungswinkel hat Ausrisse produziert. Mit 55 Grad eine seidenglatte Oberfläche. Der Kauf hat sich gelohnt. 

Das war – echt – anstrengend. Zumal ich in den letzten Wochen recht krank war und jetzt erst sehr langsam wieder auf die Beine komme. 

Nun ja. Schadet mir nicht…. 🙂 

Und es kommt einiges an Spänen zusammen. 

Und weil Weihnachten ist, muss – so kurz vor dem Fest – noch ein zusätzliches Geschenk für Lina gebaut werden.

Sie wünscht sich für ihr Zimmer so eine Bank, wie wir sie im Garten haben.

Niklas hilft mir, ein neues Sägeband aufzulegen.  

Diese „Variante“ der Staubabsaugung ist natürlich purer Luxus 🙂 

Es müssen Eichenbohlen aufgetrennt werden. 

Niklas möchte die Zeit nutzen und auch ein Geschenk bauen. Es soll ein Schweinestall werden. 

Die Bretter werden zugesagt. 

Die Kanten bearbeitet. 

Und gehobelt (Juuma Flachwinkel Einhandhobel). 

Frisch geschärft, schafft Niklas mit ihm selbst im Kopfholz durchgehende Späne. 

Ich mache bei  den Eichenbohlen an den Kanten weiter – aber mit meinem „Fritsche“ 🙂  

Die müssen gebrochen werden – es soll ja nach was ausschauen…

Und schon können die Bretter an die Gussfüße montiert werden. 

Niklas möchte sein Werk noch bemalen. 

Fertig ist der Schweinestall – mit Fluss dahinter 🙂 

Fertig ist eine Bank für Lina’s Zimmer. 

Es geht weiter mit „5. Teil – halbverdeckte Schwalbenschwanzverbindung – 1. Teil

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