1. Teil – Aushobeln

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Ein neues Projekt geht los. Unser Arbeitszimmer will neu eingerichtet werden. Im ersten großen Rutsch soll – endlich – ein Regal her, in das der ganze Bürokram dann mal rein soll. Ich weiß ja nicht, wie „solche“ Diskussionen bei Euch ablaufen – bei uns ging sie jetzt (mit Unterbrechungen) über mehr als 2 Jahre. Nun gut. Nun haben wir eine Vorstellung. Neben diesem Regal soll noch ein Schreibtisch, ein Sofa oder eine „Nische“ mit Leseecke in Zukunft entstehen. Da wartet einiges an Arbeit auf mich :-).

Der erste Teil vom Großprojekt kann starten.

Nun gut. Mit Zeichnen hab ich’s – immer noch – nicht so. Mir reicht’s aber. Das „Regal“ möchte ich lieber Zwei teilen. Ein Ober- und ein Unterteil.

Nun geht’s los mit dem Unterteil (mit den Schubläden und Schranktüren).

Von meinem Eschenvorrat muss nun einiges raus und gehobelt werden. Klar war, dass das die untersten Bohlen waren….

Hm. Wieviel brauche ich denn eigentlich? So ganz grob überschlagen, würde ich mal sagen: So viel.

Die Längen werden – ganz grob – angezeichnet.

Und gekürzt.

So muss ich nicht ständig diese für einen Büromenschen wie mich, doch recht schweren Bretter durch die Werkstatt wuchten.

Nun kann ich die Waldkante abschneiden.

Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, nicht dauernd die Breiten zu wechseln. Ich lege mich auf die „gängigen“ fest, die sich aus diesen Brettern ergeben. Und damit ich nicht dauernd messen muss, notiere ich sie mir auf dem Schreinerpapier.

Jede Breite nebeneinander sortiert, hilft mir dann später beim Aushobeln. So kann ich immer gleiches gleich behandeln und bin nicht laufend am Einstellen der Maschine.

Manchmal muss meine arme Tischkreissäge auch für solch niedere Arbeiten herhalten – und Brennholz schneiden.

Jetzt, wo’s doch schon wieder halbwegs kühler wird, kann ich das Holz für den Ofen gut gebrauchen 🙂

Ich habe nach dem Besäumen noch einmal sehr grob überschlagen. Weil ich’s einfach leid bin, mitten im Projekt noch einmal von vorne anfangen zu müssen, und das Holz ohnehin gehobelt werden muss (und ich also nichts „kaputt“ mache, wenn ich’s jetzt schon mache), habe ich mich entschieden, noch ein wenig auf Vorrat gleich jetzt zu machen.

Und so wächst der Stapel Holz immer mehr, der zu hobeln ist.

Die erste Seite der Bretter wird abgerichtet.

Sobald das dann „durch“ war, konnte ich die erste Schmalseite fügen. Da ich doch einiges zu machen hatte und ein genereller Winkelfehler in so einem frühen Stadium echt ärgerlich wäre, habe ich mir angewöhnt, den Anschlag lieber noch einmal zu messen.

Ich markiere mir immer für die weitere Bearbeitung die noch nicht gehobelte Seite.

Hui – das war knapp!

An sich passe ich schon auf. Aber wie’s halt immer so ist. Man steht schon einige Zeit an der Maschine, die Familie will Essen und ….

Den Bleistift habe ich mir hinter den Anschlag gelegt – weil er da besser greifbar und in der Nähe war.

Und flux, kurz nicht ganz aufgepasst, schon ist der Bleistift in die hinter dem Anschlag offen liegende Hobelmesserwelle gekommen. Der Stift ist mir gerade mal vollkommen wurscht –

es hätte aber auch mein Finger sein können!

Nun gut. Dann lege ich die Sachen eben nach vorne…

Den Besen hab ich mir schon hingelegt gehabt, weil es mir eben zu „heiß“ war, in der Nähe der laufenden Maschine mit der bloßen Hand die Späne weg zu machen.

Puh – das ist jetzt aber doch einiges an Holz. Hoffentlich brauche ich das dann nicht wirklich.

Hm. Das hat’s jetzt nicht wirklich gebraucht!

Die Hobelmaschine hat „komische Geräusche“ gemacht. Nun gut. Die mache ich auch, wenn ich am Arbeiten bin. Ich hab dann doch mal lieber in den Maschinenraum geschaut.

Das Antriebsrad ist kaputt.

In meinen Augen eine Fehlkonstruktion. Eine Druckwalze drückt auf dieses Rad. Das Rad treibt dann den Vorschub an. Der Gummi hat sich nun über die Jahre schlicht aufgelöst. Das Ding muss nun also raus. Beim Freundlichen angerufen. Ja, das Ersatzteil kostet so um die 100 €. Der Techniker könnte „demnächst“ kommen (wann auch immer das ist…). Ich überschlage mal so ca. 100 € Anfahrt und mind. 1 Stunde Arbeitszeit. Ärgerlich!

Das war mir zu blöde. Also hab ich mir das Teil schicken lassen und es selbst probiert. Ich sag mal so. Es war eine Erfahrung. Ich bleibe dabei – eine Fehlkonstruktion. Um an das Rad zu kommen müssen zwei Wartungsklappen ausgebaut werden – wenn man weiß, welche. Ich hab’s erst gemerkt, als ich derer 4 weg gemacht hatte. Dann kommt man – halbwegs – und nichts sehend ran. Nach ca. 45 min. hatte ich das blöde Ding draussen (die Sicherungsmutter wollte auch noch lieb gehabt werden – und sie war gekontert….). Der Einbau war dann nicht so lustig. Ich hab’s nicht mehr rein bekommen. Nach einer preußischen Nacht, vielen Flüchen, einigen blauen Flecken (ja, selbst ich komme erstaunlich tief mit dem Oberkörper in die Maschine rein…) war das Teil wieder an Ort und Stelle.

Nun gut. Jetzt läuft sie wieder, mein Maschinchen. Und irgendwie bin ich trotz des Ärgers doch froh, so eine „grobe“ Maschine ohne viel Schnick Schnack zu haben. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was ist, wenn so ein high tech Teil kaputt geht.

Da bin ich lieber altmodisch 🙂

Es geht weiter mit „2. Teil – Aushobeln Fertigstellen

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Mein Weg als Hobbyschreiner