8. Gratleisten – Montage

Heute ist „der Tag“ – meine Gratleisten Spezial, spezial Konstruktion wird montiert. Spannend ist, ob sie – tatsächlich – halten, nicht wackeln und auch wirklich ohne Luft passen.

Davor muss ich noch die Tischplattenhälften zusammen leimen. Das ging leider nicht in meiner Kellerwerkstatt – die Tischplatte hätte ich nicht mehr in einem Stück die Treppe hoch bekommen.

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Obwohl ich „eigentlich“ ziemlich aufgepasst habe, hat die Leimkante leider doch die ein oder andere kleine Macke in den letzen Wochen abbekommen. Da war wohl die ein oder andere Umräumaktion zuviel dabei.

Also noch ein paar Hobelzüge und das kleine Missgeschick ist wieder vergessen.

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Die letzte Probe vor dem Verleimung – alles passt; es kann losgehen!

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Niklas ist heute recht willig und hilft mir beim hoch tragen. So das eine oder andere Werkzeug und einiges an sonstigen Utensilien müssen in die Garage getragen werden.

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Ein wenig leichter darf man es sich schon machen. Also wird der Anhänger zur „Verleimhilfe“ umfunktioniert.

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Den Leim trage ich hier mit meiner Silikon Leimspachtel auf.

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Das wäre schon mal geschafft. So darf die Platte jetzt ein wenig ruhen, bis der Leim angezogen hat.

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In der Zwischenzeit kann ich mich den Gratleisten an den Ansteckplatten widmen.

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Aha – das war also der tiefere Sinn hinter dem Hilfsangebot von dem Racker. Er wollte, dass ich ihm sein Messer schärfe.

Ok. So ganz stimmt das mit „seinem Messer“ nicht. Das ist mein (!…. ) altes Messer, das mich über meine Pfadfinder Zeit begleitet hat. Es geht scheinbar los. Nun nutzen meine Kinder schon Dinge, mit denen ich groß geworden bin.

„Das Messer darf nicht rosten. Also mache ich da Öl drauf – wie Du bei den Hobelmessern“.

Bringt also doch was, wenn der Racker immer in der Werkstatt rumsaust.

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Während ich an der Säge arbeite, weiht er das Messer ein.

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Hm. Das müssen wir noch üben. Das Gute aber ist, dass er so merkt, dass man aufpassen muss – und auch mal macht, was der Papa sagt.

Wirklich schlimm ist es ja nicht. Muss nicht sein, hilft ihm aber wieder ein klein wenig auf seinem künftigen Weg.

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Die Klemmleisten sind einen Tick zu dick. Auch hier hilft mir der 4 1/2 Hobel – das ist kein großes Ding.

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Die Gratleisten möchte ich möglichst flach halten – wofür sonst der ganze Aufwand?

Also muss noch ein klein wenig weggeschnitten werden.

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Das mache ich an der Säge. Weil das mal wieder recht schmale Leisten sind, hole ich meine beiden Schiebehölzer raus.

Das ist mir wohler. Es ist heute ja schon Blut in der Werkstatt geflossen…

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Hier ist der grundsätzliche Aufbau meiner „Spezial – Gratleisten – Konstruktion“ noch ein letztes mal zu sehen.

Die erste Hälfte ist bereits eingeleimt.

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Es werden aber nur die beiden Klemmleisten mit den beiden Gratleisten Hälften verleimt. Die Gratleiste selbst darf natürlich nicht mit der Platte verleimt werden. Hier habe ich lieber den Leimpinsel genommen. Es muss doch schnell gehen und es sind recht große Flächen zu verleimen.

Sonst wäre der „Witz“ der Gratleiste weg – der Platte das Arbeiten in der Breite zu ermöglichen, in der Vertikalen aber dennoch gerade zu bleiben.

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Damit die gesamte Konstruktion aber nicht zu sehr in der Gratnut rumrutscht leime ich sie in der Mitte noch fest. Das ist so wenig, das Holz kann dann trotzdem noch arbeiten.

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Nun kann ich den vier Teilen mit schlagenden Argumenten gut zureden, dass sie nun ihre Arbeit aufzunehmen haben.

Das war alles recht „stramm“ – sollte & mußte ja so sein.

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Noch ein paar „Alibi“ Zwingen

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und fertig ist meine Spezial Konstruktion.

Gefällt mir sehr gut und ich bin überzeugt, dass das halten wird. Ich kann keinen Unterschied zu einer „herkömmlichen“ Gratleiste erkennen – bis auf, dass man sie nicht sieht 🙂

Noch ein paar Hobelzüge oben drüber, damit das „schön“ ausschaut und fertig ist die Gratleiste.

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Irgend wann waren dann auch alle vier Gratleisten in den beiden Ansteckplatten drin. Das dauert dann doch immer länger, als man meint.

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Wieder erholt, kann er mir dann auch noch die eben zugesägten Leisten mit in die Garage nehmen.

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Gleiches Procedere wie bei den Ansteckplatten. Diesmal nur an der eigentlichen Tischplatte.

Leider haben die Teile hier nicht ganz so gut gepasst. Mit ein paar dünnen Keilen musste ich ein wenig nachhelfen. Aber, auch das hat dann ganz gut geklappt. Es hält alles.

Einen Schönheitswettbewerb muss ich damit ja nicht gewinnen – unter den Tisch wird keiner schauen… 🙂

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So kann die Platte jetzt über Nacht trocknen.

Bin ich froh, dass das jetzt alles zusammen ist. Bei den derzeitigen klimatischen Verhältnissen, hätte es mich nicht gewundert, wenn sich das Holz in den letzten Wochen schon längst geworfen hätte.

Man darf sich aber auch freuen, dass es gut gegangen ist 🙂

Es geht weiter mit „9. Gratleisten – Verputzen

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