Stoßlade

Für mein aktuelles Projekt brauche ich eine Stoßlade für meinen Lie Nielsen Bestoßhobel Nr. 51. Leider ist meine bisherige Stoßlade recht schief geworden. Eine neue musste her.

Wichtig war mir, dass mit ihr sehr genau gearbeitet werden kann. Dafür wollte ich folgende Anforderungen erfüllen:

  • eine Feinjustierung,

  • eine Führungsschiene (rechts vom Hobel); durch den hinten liegenden Griff des Hobels verläuft der Schnitt sonst leicht

  • die Möglichkeit haben, auch Gehrungen damit bestoßen zu können.

 

Zwar gibt es eine Stanley Stoßlade zu kaufen (gebraucht); mir waren aber die rd. 1.500 $, die dafür verlangt werden, schlicht zu teuer.

Also: selbst bauen ist angesagt 🙂

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Der Lie Nielsen Nr. 51 gibt das Maß vor. Die Stoßlade muß ein wenig länger werden, als der Hobel. Ich greife auf eine Mulitplex Platte zurück, die ich noch im Keller hatte.

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Die Grundplatte ist zugeschnitten.

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Das Brett, auf dem das zu hobelnde Holz dann liegen wird und die Laufleiste (rechts vom Hobel) sind angepasst.

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Die Laufleiste (rechts vom Hobel) bekommt einen kleinen Falz. Hier ist mir der kleine Kombinationswinkel beim Maß nehmen ein willkommener Helfer.

Der Hobel wird mit dem Falz nicht nur Laufrichtung durch die Leiste geführt sondern auch daran gehindert, in der Senkrechten zu verrutschen. Der Schnitt wäre nicht mehr 90 Grad. Das braucht – gerade bei einem Bestoßhobel – kein Mensch.

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Den Falz für die Laufleiste habe ich auf der Kreissäge gemacht.

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Das Unterlegholz, auf dem künftig das zu hobelnde Holz liegen wird trägt zu dick auf. Es würde zuviel von der ohnehin begrenzten Hobelhöhe verschenkt werden.

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Die Multiplex Platte kommt durch die Dickte. So paßt es sehr gut.

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Diesmal sollen die Schrauben auch versenkt werden. Das sieht nicht nur schöner aus. Es verhindert auch, dass der empfindliche Hobel an evtl. hervorstehenden Schraubenköpfen Schaden nimmt.

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Die Laufleiste wird montiert. Auch hier achte ich darauf, dass alles im Winkel ist.

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Nachdem die Laufleiste fixiert ist und der Hobel im Falz liegt, wird das Holz, auf dem das künftig zu hobelnde Holz liegt bis an den Hobel geschoben. Das muß passen. Es darf kein Spiel sein. Sonst verläuft der Schnitt später.

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Die Anschlagleiste doppele ich aus Abfallstücken der Multiplex Platte so lange auf, bis ich die maximal mögliche Hobelhöhe (= Eisenbreite) erreicht habe. In diesem Fall sind das dann 4 Lagen.

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Die werden noch schnell zusammen geleimt.

 

 

 

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Nun geht es an das Führungslager der Anschlagleiste. Die schneide  ich mir aus einer 12 mm Gewindestange raus.

 

 

 

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Damit die Anschlagleiste später nicht ständig am Hobeleisen aufliegt, schneide ich noch einen Winkel an. Das verhindert später Ausrisse an der Anschlagleiste. Gleichzeitig erleichtert es das Hobeln.

 

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So sieht er dann aus. Der Winkel. Man erkennt, dass das Hobeleisen dann nicht mehr an die Anschlagleiste kommen kann. So soll es sein.

 

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Das Loch in der Anschlagleiste für das Führungslager wird auf die Grundplatte übertragen.

 

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Unter der Grundplatte, wo das Führungslager raus kommt, habe ich noch mit einem Forstner Bohrer eine Aussparung gemacht. Sonst verkratzt die Gewindestange später die Hobelbank.

 

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Jetzt geht es an die Möglichkeit der Feinjustierung. Hier bohre ich gerade eine Aussparung. Meine Schrauben, die ich noch hatte waren zu kurz. Deshalb mußte ein wenig vom Holz weg – schon paßt die Schraube wieder.

 

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Trockenübung. In das senkrechte Loch kommt ein Querbolzen (? heißen die so? ) / Möbelverbinder. Das Loch für ihn muß passen. Er darf nicht wackeln – sonst ist’s später mit der Feineinstellung nicht weit her. Da kommt dann – waagerecht – eine Schraube rein. Mit ihr kann dann die Anschlagleiste ganz fein justiert werden. An der Stelle, wo die Schraube an die Anschlagleiste trifft habe ich noch eine Schraube eingedreht, so dass die (waagerechte) Schraube auf den Schraubenkopf in der Anschlagleiste trifft. So kann sich die „Feinjustierschraube“ nicht in die Anschlagleiste graben sondern liegt auf dem Schraubenkopf auf. Das sollte halten.

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Wieder. Maß nehmen. Die Feinjustierung wird montiert.

 

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So sollen sie dann mal zusammen.

 

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Damit das Ganze beweglich ist, muß noch ein Loch rein. Niklas zeigt mir, wo ich das Loch stemmen muß.

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So Papa. Jetzt bauen wir es aber – endlich – zusammen.

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Auf dem Boden montiere ich noch eine kleine Leiste. Mit ihrer Hilfe kann ich die Stoßlade künftig in der Hinterzange fixieren. Das hobelt sich leichter.

 

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Die Stunde der Wahrheit. Funktioniert die Feinjustierung?

Ergebnis: wunderbar!

 

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Papa. Was ist das denn komisches? Was macht man damit?

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Fertig.

Da freue ich mich drüber. Über meine alte Stoßlade habe ich mich schon so oft geärgert. Den schönen Lie Nielsen Nr. 51 konnte ich bisher noch gar nicht richtig ausreizen.

Aber jetzt. 🙂

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Kinderleicht.

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