11. Frontbrett Reparatur

Wie’s manchmal so geht. 1 min. nicht aufgepasst – 3 Stunden repariert…

Ich brauche manchmal ein wenig Abstand zu den Dingen. Gestern hab ich mich im ersten Schreck richtig geärgert. Mit ein wenig Abstand, hab ich mir dann gedacht: Na, so schlimm ist’s nun auch wieder nicht.

Trotzdem musste ich mir etwas einfallen lassen, wie ich die vielen Kopfholz  Stückchen wieder zusammen bekomme. Idealerweise mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln.

Ich habe mich nun dazu entschieden, von hinten eine durchgehende Leiste einzuleimen. Damit erreiche ich gleich noch, dass der Abstand der Hölzchen gleich ist und alle auf einer Linie sind. Die Herausforderung war, die vielen kleinen Stückchen absolut gleichmäßig zu fräsen – sonst macht’s keinen Sinn und es ist – doch – wieder alles schief. Ich werde das auf der Tischfräse machen, da kann ich am Parallelanschlag entlang fahren.

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Im ersten Schritt bestoße ich die Einzelteile mit der Stoßlade. Einmal mit dem Ding gearbeitet, sieht man erst, wie ungenau ein Schnitt mit der Tischkreissäge eigentlich ist.

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Um die einheitliche Flucht der vielen Einzelteile zu gewährleisten, klebe ich sie mit einem Klebeband zusammen – von beiden Seiten. Das muß halten. Sonst geht’s schief. Bin ich froh, dass ich kein „No Name“ Band habe. So ein’s hatte ich mal und ich hab mich hinter schwarz geärgert, weil’s nicht gehalten hat. Das hier hält aber bombenfest.

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Das Ganze muß – in sich – auch noch fixiert werden. Ich „klemme“ das ganze Gebilde zwischen ein paar Resthölzchen ein. Die Kante der Platte dient mir dann hinterher als Anschlagkante am Parallelanschlag.

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Seitlich wollte ich das Ganze auch fixieren. Sonst wird die künftige Nut schief…

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Es funktioniert. Bin ich froh!

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So sieht sie dann aus, die Nut. 1 cm tief und 18 mm breit sollte reichen.

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Hilfreich ist der lange Schiebeschlitten. Mit meinem selbst gebauten „Handschutz“ kann ich die ganze Konstruktion gut auf den Maschinentisch drücken. Ich fahre in 2 Durchgängen mit jeweils 5 mm Zugabe – das belastet den Fräser nicht zu sehr. Man hätte auch noch kleinere Zugaben machen können, da war ich aber „zu faul“. Hat wunderbar funktioniert so.

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Ein Resteholz von der Birne – aus dem mache ich mir jetzt die zwei Leistchen, die dann eingeleimt werden.

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Auftrennen am (liegenden) Parallelanschlag. Die Leiste war schon abgerichtet, so habe ich mir das – jetzt – sparen können. Eine gerade Bezugskante ist hier immens wichtig, sonst passts hinterher nicht.

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Mein „Handschutz“ leistet mir wieder gute Dienste.

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Die letzten mm nehme ich mit der Dickte weg – das wird genauer. Bei so schmalen Leisten ist es wichtig, immer 2 Stücke gleicher Dicke zu nehmen und die ein wenig auseinander durch zu lassen – so wird der Druck verteilt. Sonst gehen die Lager der Hobelwelle durch den ungleichen Druck kaputt.

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Fertig. Jetzt geht’s an’s Verleimen.

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Nur noch das Klebeband abgefummelt. Das geht aber ganz gut.

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Die Stückchen sind schon verleimt – mit reichlich Leim an den Kopfenden. Hier leime ich gerade die beiden Leisten ein.

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Der Verleimaufbau. Meine „dicken Blauen“ leisten mir mal wieder sehr gute Dienste. Mit ihnen kann ich soviel Druck aufbauen; das schaffe ich mit meinen langen „normalen“ Zwingen nicht im Ansatz.

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Nach rd. 3 Stunden habe ich das Brett rausgeholt und durch den Hobel gelassen. So sieht’s jetzt aus.

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Man sieht die Fugen, wie erwartet. Besser krieg ich’s nicht hin. Ich denke aber, „es geht“.

Wieder was gelernt…

Es geht weiter mit „12. Neues Frontbrett

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