Rasiermesser – Abziehleder

Sei kurzem rasiere ich mich mit einem klassischem Rasiermesser. Ich habe mich die letzten Wochen einfach zu sehr über meinen Elektrorasierer geärgert. Böse Zungen behaupten ja, ich würde mich selbst massakrieren wollen (dabei sind die Kratzer im Gesicht nur von der vielen Gartenarbeit – ganz sicher 🙂 ).

Für die Feinarbeit braucht man ein Abziehleder / Lederstreifen. Die Dinger kosten aber bis zu 80 € – hm. Soviel wollte ich für ein Stückchen Leder nicht ausgeben. So hat es sich mal wieder glücklich gefügt. Wir waren die Tage auf einem Mittelaltermarkt – und da hat mir einer der Schausteller ein Restleder für 8 € verkauft. So wird das langsam was.

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Das Ausgangsstückchen Leder – ich habe mir ein möglichst glattes ohne Narben ausgesucht.

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Der Zuschnitt läßt sich recht leicht mit einem alten (aber frisch geschärften) Hobeleisen, geführt durch ein Restholz erledigen.

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Das ergibt einen sehr sauberen Schnitt.

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Das Stückchen Leder möchte ich gerne auf eine Holzplatte kleben. Die Streichriemen, die ich bisher gesehen habe, müssen zum Abziehen immer gespannt werden. Macht man das nicht gescheit, verrundet man die extrem empfindliche Rasiermesser Schneide.

PS: das ist übrigens der Rest vom Hobeleisentest, der übrig geblieben ist 🙂

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Das Leder paßt gut, der Leim ist vorbereitet. Es kann los gehen.

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Als Leim habe ich mich für normalen Weißleim entschieden. Das Leder ist recht dick, da sollte nichts durchgehen.

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Damit das Leber auch schön glatt & flächig angeleimt wird, bringe ich sehr viele Zwingen und Hölzer an.

Warten.

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Fertig.

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In der Zwischenzeit kann ich das Rasiermesser gleich noch einmal neu schärfen. Das geht mit den Diamantplatten sehr gut – den letzten Schliff mache ich dann wieder auf dem 8.000 Shapton.

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Noch ein Vorteil von meinem self made Streichriemen – er ist mit 9 cm – deutlich – breiter, als diejenigen, die man kaufen kann. Mit denen geht das zwar auch, man muß das Rasiermesser aber immer schräg halten, um die gesamte Schneide abzuziehen.

So geht’s – finde ich – deutlich einfacher.

Den Haartest besteht das Messer. Ein – derart – scharfes Messer habe ich bisher noch nie in der Hand gehalten; es schneidet ein Haar nicht nur auf der Haut (das ist einer der möglichen Testfälle für z. B. Hobeleisen). Nein es schneidet das Haar sogar noch etwa 1 cm über der Haut. Echt beeindruckend.

Da freue ich mich 🙂

Jetzt muß ich nur noch im Garten besser aufpassen, dass mir die Äste nicht ständig im Gesicht Schrammen machen.

 

 

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