Kanu – teilbar

Lina und Niklas sind echte Wasserratten. Letztes Jahr sind wir mit einem gebrauchten Schlauchboot ein paar Flüsse bei uns „runtergeschippert“. Leider hat das Boot nun ein Loch. Neue – gescheite – Boote sind recht teuer; da kann man ein Vermögen ausgeben. Am Ende kriegen auch die teuren Boote aber früher oder später auch ein Loch. Die Lagerung von den langen Teilen (zum Teil 5 m lang) ist auch nicht ganz ohne.

Durch Klick auf die Überschriften gelangt man zu den einzelnen Bauabschnitten.

03.05.2014: 1. Teil – Planung

08.05.2014:  2. Teil – Boden

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09.05.2014 – 3. Schottwände

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10.05.2014 – 4. Bug- & Heckleisten + Mittelstütze

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13.05.2014 – „5. Seitenplanken – Teil 1“ – der Rohbau entsteht; ein spannendes Unterfangen – passt auch allesso, wie geplant?

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25.05.2014 – „6. Seitenplanken – Teil 2

Bug & Heck bekommen jeweils 2 Planken

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29.05.2014: „7. Seitenplanken – Teil 3

Bug & Heck haben die jeweils letzten beiden Planken am Boden bekommen. Das war ziemlich kniffelig, weil die Planken in sich verdreht sind und die Schnittkante einer Kurve folgt.

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06.06.2014 – „8. Seitenplanken – Teil 4

Auch das Mittelteil bekommt noch seine fehlenden Seitenplanken – die Planken sind damit komplett.

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18.06.2014 – „9. Laminieren – Teil 1 – Einkauf

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20.06.2014

10. Verputzen der Einzelteile“ – inkl. meinen Erfahrungen mit einem „Dick Schweifhobel“

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11. Balkweger – Aushobeln der Leisten

Hier habe ich mal meinen – kompletten – Weg gezeigt, wie ich von einer rohen Bohle Holz zu Leisten komme, mit denen man dann anfangen kann zu arbeiten (Aushobeln). Diesmal mit Hilfe der Maschine.

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28.06.2014 „12 – Balkweger – Montage

Die ausgehobelten Leisten werden an die drei Einzelteile montiert.

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05.07.2014 „13. Bug- & Heck Schutzleisten

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06.07.2014 „14. Kiel – Scheuerleisten + Verstärkung der Schotten

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15. Hohlkehlen

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15.07.2014 – „16. Laminieren

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19.07.2014

17. Laminieren + Anstrich 

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18. Endarbeiten

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19. Bootswagen

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20. Probefahrt

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Fertig 🙂

 

Mich haben einige Fragen zu dem Kanu erreicht, die ich hier gerne gesammelt beantworten möchte:

1. Kann ich die Pläne vom Kanu bekommen?

Ich habe nicht das Copyright an den Plänen – das hat Hans Boner (http://bonerboote.ch/page3.php).

2. Warum wurde der Rumpf mit Glasfaser + Epoxi verstärkt, wenn das MPX doch schon so stabil ist?
Das hätte es nicht unbedingt gebraucht. Wohler fühle ich mich aber damit schon. Wenn Wasser an das MPX kommt,ist das ganze Boot kaputt und gegen irgendeine Ecke oder Stein fährt man (… wir) ja immer mal. Wir haben jetzt 4 Fahrten gemacht – und ich habe mir schon überlegt, das Boot noch mal zu streichen. Das ist wie immer. Die ersten Macken schmerzen am meisten.
Ob das Boot nur mit Lack ausreichend genug wasserdicht wäre? Wirklich wissen tue ich’s nicht; es gibt ja Leute, die das machen. Die Stabilität würde es aber auch ohne Glasfasern & Epoxi hergeben. Was man aber natürlich machen könnte wäre, nur das Epoxi – ohne Glas – zu nehmen. Dieses Öl – Zeug hält mA nicht so super (zumindest auf den Möbeln ist das so).
3. Warum sind die Sitze nicht in die Schottwände integriert?
Da war ich zu „feige“. Hans hat schon mehrere Boote gebaut und hat ein anderes System (Seil), das Boot abzudichten als ich (Schrauben). Mir war bis zur ersten Testfahrt nicht klar, ob alles – tatsächlich – dicht ist und durch die Löcher für die Schrauben kein Wasser reinkommen wird. Hätte das nicht hingehauen und wären dann die Schotten so tief runter ausgeschnitten, wie bei Hans – das Boot wäre gesunken und die viele Arbeit (… und Geld) wären dahin.
Heute weiß ich, dass es so funktioniert. Die Schotten könnten tiefer ausgeschnitten werden. Das habe ich mir tatsächlich schon überlegt. Bisher aber aus Bequemlichkeit noch nicht gemacht. Gerade der letzte Punkt ist nämlich tatsächlich etwas. Die Schotten stören in der jetzigen Form.
4. Spitze in den Rumpf eingelassen
Das ist der Teil, der am ehesten mit einem Stein oder sonstigen Kanten in Berührung kommt. Dort vorne / hinten ist nur das „Kopfholz“ vom MPX. Ohne Schutz splittert das dann sofort weg. Das war mir bei meinen Rackern zu „gefährlich“. Also mußte was dran. Das es dann so geworden ist, wie es geworden ist – das war auch ein wenig „Spielerei“ und dem Verlangen geschuldet, endlich mal wieder was mit „richtigem“ Holz machen zu können. So ist es aber super stabil, wiegt nicht sooo sonderlich viel und hat  nur ein paar Stunden gedauert. Vertretbar.
5. Erfahrungen
Ein paar habe ich oben ja schon geschrieben.
– Das größte Problem ist leider das Gewicht. Ich habe das Boot bisher nicht gewogen, aber es ist „sau schwer“. Alleine kann ich es nicht mehr tragen. Das mag auch am Epoxi & Glas liegen. Das Holz allein ist aber auch schon leidlich schwer. Da würde ich bei einem neuen Boot versuchen, dran zu schrauben (z. B. dünneres Holz, weniger Epoxy, schwächeres Glas). Das hohe Gewicht ist beim Umsetzen bei den Wehren recht lästig. Vor allem, wenn man mal so 600 m tragen muss…
– Die Bauzeit habe ich ein wenig unterschätzt. Netto waren das sicherlich 3 Wochen Arbeit – die Zeit muss man sich irgendwie einplanen. Allein dieses Gepansche mit Epoxy & Glas war schon eine Woche; das hat mich am meisten genervt. Das eigentliche Boot ging. -Ich habe gelernt, dass mir die Arbeit nur mit MPX keinen Spaß macht und es auch nichts für mich ist, wenn man keine vernünftigen Verbindungen herstellen kann – dafür haben die dünnen MPX Platten einfach zu wenig Fleisch. Es ist keine gerade Kante an dem Boot und so ist alles einzeln anzupassen. Fummelei ohne Ende. Wenn’s nicht stimmt, kann man nicht (wie bei Massivholz) noch einmal mit dem Hobel drüber, bis es passt. Das muß von sich aus sitzen.
– Teilbarkeit. Das ist wunderbar. Ich habe aber „vergessen“, dass, wenn wir zu Dritt im Boot fahren wollen, auch 3 Leute ins Auto passen müssen. Das geht nur sehr eingeschränkt. Die Rücksitze müssen bei uns umgelegt werden. So lange Niklas noch so klein ist, mag das – halbwegs legal – gehen. In 1 – 2 Jahren geht das aber nicht mehr. Wir haben uns jetzt – doch – einen Anhänger gekauft. Das entspannt die Sache ungemein.
Wenn ich kein Boot hätte, würde ich wieder eines bauen.
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