Baumfällen im Garten

In unserem Garten waren leider 4 Fichten  zu fällen – sie waren krank; eine war schon völlig braun. Hinter unserem Grundstück ist eine große Wiese, auf der sich die Hunde Herrchen- & Damen treffen. Das war mir zu gefährlich; nicht, dass da noch jemanden ein Trumm von Baum auf den Kopf fällt. Die ganze Familie hat mit geholfen – inkl. der Oma.

Das Wetter soll heute halten und gut werden; ich bin wieder leidlich gesund. Los geht’s!

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Man sieht es sehr deutlich. Die rechte Fichte ist schon völlig abgestorben. Leider hat sie die zwei direkt daneben auch schon angesteckt. Die nehme ich noch mit raus. Noch zwei weiter nach links ist auch noch  eine kleine, sie schon arg angegriffen aussieht. Wenn wir schon dabei sind, geht die auch mit.

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Da ist keine einzige Nadel mehr dran.

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Die Rinde ist auch bereits schon – sehr deutlich – angegriffen. Ich bin da kein Fachmann, aber „gesund“ sieht das nicht mehr aus. Hoffentlich ist das kein Borkenkäfer oder sonst was für’n Zeug. Offenbar geht das ja von Baum zu Baum.

=> Hat da jemand eine Idee; gibt’s da weiteren Handlungsbedarf?

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Die Männer des Hauses haben sich schon mal fertig gemacht und in volle Montur geworfen.

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Das Arbeitsgerät von Niklas.

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Er hat die Aufgabe, die Wiese und den Weg hinter dem Grundstück so abzusperren, dass da nur ja niemand zu Schaden kommt.

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Ich weiß, ich weiß. Baumfällen für Feiglinge 🙂

Mir ist das so aber lieber. Ich habe als wir das Grundstück übernommen haben, 25 Bäume fällen müssen (das war ein ECHTER Urwald). Manchmal hilft genau der Impuls vom Seil, den Baum noch den nötigen Schubser zu geben. Und es schadet ja nicht.

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Das Seil ist schnell angebracht.

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Schon kann’s losgehen. Zuerst der waagerechte Schnitt.

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Dann die Kerbe. Sinnvoll ist es, sich vorher noch Gedanken zu machen, wo man den Baum eigentlich hinfallen lassen möchte. Die Kerbe gibt die Richtung vor.

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Am anderen Ende vom Seil (hier rd. 30 m Abstand) zerren Niklas und Caro mit allen zur Verfügung stehenden Kräften.

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Die Regierung hat das für „gut“ befunden.

Bin ich froh. Der Baum hat mir am ehesten Sorgen gemacht. Der war recht deutlich zum Nachbarn geneigt. Mit meinem kleinen Seiltrick – und natürlich unerschöpflichem Können – ist er aber genau dort hin gefallen, wo er sollte.

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Essentiell wichtig bei dem Fällschnitt von hinten, dass man den über der Fällkerbe setzt – und in gar keinem Fall ganz durch sägt. Dieses „Fällgelenk“ sorgt nämlich dafür, dass der Baum nicht zur Seite wegschmeißt und auch tatsächlich so fällt, wie er soll.

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Man sieht – einen Baum „getötet“ habe ich da sicher nicht mehr. Da geht es nur noch um Schadensbegrenzung und die Hoffnung, dass er nicht auch noch die anderen Bäume angesteckt hat.

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Ausgerechnet der letzte und dünnste Baum hat am meisten Scherereien gemacht. Der wäre mir fast in die falsche Richtung gefallen. Da war ich – sehr – glücklich, dass ich das Seil hatte. Wir haben dann alle wie wild dran gezerrt – und er ist auch noch richtig gefallen.

Da bin ich aber schon schnell geworden auf meine alten Tage 🙂

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Mal sehen, wie sieht’s denn nun aus?

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Alle vier Bäume liegen – alles gut gegangen.

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Da freuen wir uns aber. Das Schlimmste ist geschafft.

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Nun geht es aber noch an’s Aufräumen. Schwups waren wir nur noch zu zweit.

Die Männer unter sich. Ich sag nichts dazu…

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Nach dem die Äste alle abgeschnitten waren, ging es an’s „Filetieren“.

Ich schneide den Baum gerne so, wie er liegt in Stückchen, die ich dann gleich in den Ofen schmeissen kann. Das Schwert von der Säge ist da eine gute Orientierungslänge. Das passt ganz hervorragend.

Ganz säge ich aber noch nicht durch. Einmal mit der Kette in die Erde – und schon wäre sie stumpf.

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Mit unserem großen Brecheisen kann man den großen Baum gut um rd. 1/4 drehen.

Niklas muss das natürlich auch versuchen.

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Den letzten Rest (…) mache ich dann noch.

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Nun liegt der noch nicht durchgeschnittene Teil oben und kann leicht durchgeschnitten werden – ohne, dass die Kette stumpf wird.

Sowas mag ich ja. Simpel, aber effektiv.

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Niklas schwächelt offenbar.

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Na gut. Pause.

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Papa. Was ist das denn eigentlich?

Heute hatte ich keine Lust zum Sägeschärfen. Das Ding ist aber ganz gut und hilft, die Lebensdauer der Kette noch einmal deutlich zu verlängern.

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Tja, Papa. Du sollst auch ein bisschen was arbeiten 🙂

Der Lauser.

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Da wartet noch einiges an Arbeit auf uns.

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Jetzt ist das Schlimmste aber geschafft – und Mittag 🙂

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Niklas arbeitet wieder sehr fleißig mit – und hier gibt er alles.

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Die Äste lasse ich über den Winter hinten im Garten liegen. Da können sich noch „Tierchen“ drunter verstecken und so gut überwintern.

Vor 3 Jahren haben wir ein kleines Häuschen für die Igel mit den Kindern gebaut. Das kriegt nun ein schönes Ast – Dach (der Eingang bleibt aber natürlich frei).

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Papa – jetzt mag ich aber nicht mehr.

Was’n hier los? Jetzt streiken nicht nur die Lokführer. Noch ein Streik im Lande ….

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Kleiner Spaß am Rande. Das soll eine Vogeltränke werden.

Ob’s funktioniert. Keine Ahnung. Tut mir aber nicht weh und wenn’s gut läuft, verrottet der Stumpf so schneller. Das erleb ich ja ohnehin nicht mehr, dass das Ding weg kommt.

Da werde ich wohl mal einen Baggerfahrer bitten müssen, mir die Dinger aus dem Boden zu ziehen. Per Hand ist das ja eine Arbeit, für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat.

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Niklas macht sich schon mal nützlich und stapelt das Holz im Holzverhauh – den muß ich auch mal neu machen. Den habe ich bei den Holzfällarbeiten von damals „mal eben auf die Schnelle“ hin gebastelt. Und es ist mal wieder wie immer.

Es gibt nichts statischeres als Übergangslösungen….

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Es gibt Nachschub für Niklas.

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Der Ästehaufen hat durchaus beachtliche Ausmaße angenommen.

Da werde ich mir wohl wieder die Jungs von der Stadt kommen lassen, die die Berge von Ästen damals schon gehäckselt haben. Da waren 10 Nasen 2 Tage beschäftigt, um das ganze Zeug zu häckseln, so viel war das. Der Berg Hackschnitzel, der dann bei uns im Garten lag war ca. 6 m im Durchmesser und mannshoch.

Ganz soviel wird’s diesmal nicht werden. Aber mit meinem Spielzeughäcksler werde ich da nicht viel ausrichten können.

Das schöne an dem Angebot der Stadt ist, dass dort Leute beschäftigt werden, die (wieder) „ins Leben finden“ müssen (z. B. ehemalige Straftäter) und so eine Aufgabe haben. Man zahlt da nicht sehr viel – und so ist beiden Seiten geholfen. Finde ich gar nicht schlecht – eine win – win Situation.

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Weil es nun doch recht viel geworden ist, hilft Lina ihrem Bruder nun doch beim Einstapeln. Geht doch!

Da wartet noch einige „Holz – Hack – Arbeit“ auf mich. Das schaffe ich heute aber nicht mehr. Bis dahin soll das Holz schon mal im halbwegs Trockenen liegen.

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Nun nur noch die Vogeltränke ein wenig schöner machen.

Fertig.

 

PS: Nachtrag zu den ersten Baumfällaktionen von der Zeit, als wir das Grundstück übernommen haben

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Von diesen diesen Haufen lagen am Ende der Aktion 3 im Garten.

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Und hier dieser gewaltige Haufen Häcksel – und eine Menge Arbeit Holzhacken 🙂

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